Das Leben als Selbstversorger- Selbst Einkochen

Das Leben als Selbstversorger- Selbst Einkochen

Warum auch nicht, ich war im Garten um mein Obst zu ernten. Ich habe dieses Jahr sehr viel, ein teil kann ich frisch verwenden. Doch was mache ich mit dem Rest? Zum wegschmeißen ist es zu schade, also kurz überlegt und zu dem Entschluss gekommen es ein zu lagern.

Gesagt getan, was bei Oma und Opa gang und gebe war, mache ich jetzt auch. Ich beschäftige mich heute damit wie koche ich Obst und Gemüse ein. Ja, jetzt höre ich, ich mache das so oder so . Aber das dürft ihr auch, aber ich mache das so wie ich es hier heut aufschreibe. Das soll jetzt auch nur als Beispiel sein. Jeder einzelne von uns hat seine eigene Vorgehensweise und auch seine Erfolge.

Was ist das Einkochen

Das Einkochen ist im Grunde nichts anders als Lebensmittel Konservieren, oder anders gesagt Haltbar gemacht. Es können zum Beispiel Obst und Gemüse , Saucen und Suppen eingekocht werden. Aber auch Wurst, Fleisch, Brot und Kuchen. Beim Einkochvorgang werden Keime durch die Hitze abgetötet. Dann entweicht Luft aus den Einmachgläsern und beim Abkühlen entsteht dann ein Unterdruck, was das eindringen von Keimen Verhindert. So bleiben eingekochten Lebensmittel in Idealfall für mehrere Jahre haltbar.

Die Vorarbeit zum Selbst Einkochen

Am besten und am einfachsten lassen sich Obst und Gemüse einkochen. Diese kann man ganz leicht zubereiten, und ganz einfach in Schraubgläser oder Einmachgläser einkochen, in einem großem Topf. Aber eigentlich lassen sich viele Lebensmittel mit der richtigen Vorgehensweise einlegen oder einkochen. Dafür muss man die Vorgehensweisen des Einkochens genau beachten, macht man das nicht kann es passieren das deine Lebensmittel verderben. Und das wäre dann schade.

Wenn man sich aber an alle Vorgaben hält dann hast du lange freunde an deinen Konserven. Um dein Obst und Gemüse einzukochen brauchst du unteranderem klar, deine Lebensmittel zum Einstieg eignen sich Erdbeeren, Birnen, Pflaumen, Äpfel, Spargel, Rote Beete, Zucchini oder Kürbis. Bei eiweißhaltigen Gemüse wie Bohnen, Erbsen oder Kichererbsen solltest du zum Anfang erstmal abstand nehmen, diese brauche eine besondere Behandlung.

Dann brauchst du genügend Schraubdeckelgläser oder Einmachgläser, Gummis und Halteklammern. und zu guter Letzt ein großen Topf, wo die Gläser zu 3/4 mit Wasser bedeckt sind. Außerdem wäre eine Zange zum herausnehmen der heißen Gläser nicht verkehrt und ein paar Geschirrhandtücher, wo du deine Gläser draufstellen kannst zum abtropfen und zum abkühlen. Auch Etiketten zum beschriften sollten nicht fehlen.

So wird es gemacht

Als erstes solltest du deine Gläser versuchen Keimfrei zubekommen, sprich sie mit heißem Wasser gut auszuspülen und sie dann nur noch von Außen an zufassen. Dann dein Einkochgut gut waschen und bei bedarf schälen. Kerne, Ditsch- und Schadstellen weg schneiden, große Stücke dann einmal verkleinern oder vor dem Einkochen vorgaren.

Nun deine Lebensmittel ins Glas geben und das dann mit Essig, Zucker oder Salzwasser auffüllen. Bis wenige Zentimeter unterm Rand, so das noch etwas platz zum Rand vorhanden ist. Die Ränder sauber machen und gut verschließen.

Nun lege ein Geschirrtuch in dein Topf, damit du die Temperatur unterschiede zwischen Topfboden und deinem Einmachglas ausgleichen kannst. Jetzt kannst du die Gläser mit etwas abstand zueinander in den Topf stellen. Passend zu deiner Temperatur kaltes oder warmes Wasser in den Topf geben.

Deine Gläser sollten bis zu 3/4 mit der Flüssigkeit bedeckt sein, nun nur noch langsam erhitzen. Wenn dein Wasser mit sprudeln anfängt, dann beginnt deine Einkochzeit, je nach Kochgut 10-90 Minuten, das ganze machst du bei geschlossenen Deckel.

Wenn deine Einkochzeit rum ist, lässt du das ganze noch kurz auskühlen. Nach dem auskühlen solltest du nach schauen ob du ein Vakuum in den Gläsern hast. Die Deckel bei Schraubgläsern sollten kein klicken von dich geben und auch nicht nachgeben. Bei Einmachgläsern sind nach dem abnehmen der Halteklammern die Deckel durch das Vakuum fest verschlossen.

Hier eine Übersicht

Hier hast du eine kleine Übersicht wie lange was eingekocht werden kann oder muss.

Rohes Obst

Äpfel 40 min. 85 °C Aprikosen 30 min. 85 °C Birnen, weich 30 min. 90 °C Birnen, hart 80 min. 90 °C Kirschen 30 min. 80 °C Pflaumen 30 min. 90 °C Preiselbeeren 25 min. 90 °C;

Rohes Gemüse

Blumenkohl 90 min. 100 °C; Gurken 30 min. 100 °C; Kürbis 30 min. 90 °C; Rote Bete 45 min. 100 °C; Tomaten 30 min. 85 °C; Zucchini 30 min. 90 °C;

Vorgekochtes Gemüse

Bohnen 60 min. 100 °C; Kichererbsen 120 min. 100 °C; Möhren 60 min. 100 °C; Rote Bete 20 min. 100 °C; Zucchini 10 min. 90 °C;

Proteinhaltige Gerichte, Suppen und Soßen

Fleischgerichte je nach Rezept mind. 75 min. 100 °C; Suppen und Eintöpfe je nach Rezept mind. 60 min. 100 °C; Soßen 60 min. 100 °C;

Was ist der Unterschied- Einkochen, Einwecken oder Einlegen

Beim Einmachen anders als Einkochen oder Einwecken, wird das heiße Abfüllen zum Beispiel von Marmelade oder das Einlegen des Einmachguts mit kochend heißen Sud bezeichnet, mit dem unter anderen saure Gurken gut konserviert werden können. Durch den hohen Säure oder Zuckergehalt werden die Keime im grünen Bereich gehalten. Eingemachtes kann zusätzlich noch abgekocht werden um Keine noch zu verringern. Das Einkochen dauert meist mehrere Stunden um die Lebensmittel für eine längere Zeit haltbar zu machen.

Wie lange ist Eingekochtes haltbar?

Pasteurisiertes Einkochgut das bei bis zu 90° Grad erhitzt wurde, ist bis zu 1 Jahr haltbar. Wenn bei 100° Grad eingekocht wurde, dann sogar nahezu unbegrenzt haltbar. Sofern die Einkochdauer eingehalten wurde. Dennoch sollten die Gläser kühl und dunkel gelagert werden, um Geschmack und Konsistenz zu schonen.

Eingekochtes noch haltbar?

Ob deine Konserve noch in Ordnung ist, kannst daran erkennen das beim Einkochen das entstandene Vakuum noch vorhanden ist. Denn beim öffnen sollte ein zischen oder knacken zu hören sein. Sollte jedoch der Deckel nachgeben, oder locker aufliegen dann ist der Inhalt mit höchster Wahrscheinlichkeit verdorben. Wie auch bei Lebensmittel mit einem Mindeshaltbarkeitsdatum, sollten eingekochte Produkte auch erst geprüft werden ob sie noch genießbar sind. Verlass dich hier auf deine eigenen Sinne.

Alles steht Kopf

Müssen meine Marmeladengläser auf dem Kopf stehen? Nein, ist nicht mehr notwendig, wenn du deine Deckel vorher sterilisiert hast. Bei älteren Gläsern könnten sich Stoffe aus dem Deckel lösen die im Lebensmittel nichts zu suchen haben. Und beim Einkochen wird das Glas samt Deckel erhitzt, so das Keine keine Basic haben.

Fazit:

Das Einkochen ist nicht schwer, es dauert nur etwas lang. Ich selbst koche mir auch das ein oder andere ein. Einfach damit ich etwas an Geld einsparen kann im Alltag. Ich hoffe ich konnte euch mit den kleinen Tipps das einkochen etwas näher bringen. Für mehr Abonniert einfach mein Newsletter, und ihr seit immer gut Informiert.

In diesem Sinne „Träumt nicht euer Abenteuer, lebt es!“

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